ECMAScript 5 im Überblick

ECMAScript ist der Name des Standards, der JavaScript zugrunde liegt. Die neue Version 5 folgt auf die vorherige Version 3 und bietet einiges an Neuerungen.

ECMAScript Eins, zwei, drei, fünf

Als einst ein Netscape-Entwickler unter größten Zeitdruck eine Programmiersprache als Ergänzung für Java-Applets (die 1997 als das nächste große Ding galten) zusammenwarf, konnte niemand ahnen, dass sein Werk je eine fünfte Version erfahren würde, ohne je eine vierte gehabt zu haben. Die als JavaScript bekannte aber unter dem Namen ECMAScript spezifizierte Sprache durchlebte eine turbulente Entwicklung, bei der die vierte Fassung eine Revolution darstellen sollte, tatsächlich aber als nie beschlossener Nicht-Standard endete. Mit Version 5 wurde versucht, die Entwicklung wieder in Gang zu bekommen, was mit der Verabschiedung als Standard im Dezember 2009 erreicht wurde.

Was steckt in ECMAScript 5?

Verglichen mit ECMAScript 4 ist Nummer 5 ein eher bescheidenes Update. Die Sprache wird um einige Ungereimtheiten bereinigt und diverse neue Features schaffen Waffengleichheit zwischen JS-Entwickler und Browser-Engine. Unter anderem gibt es

Das Inhaltsverzeichnis gibt Aufschluss über weitere Themen und Features.

Einige der neuen Funktionen wie z.B. den Strict Mode kann und sollte heute bereits jeder Entwickler nutzen. Bei anderen Neuheiten ist es unter Umständen etwas komplizierter.

Wie kann man ECMAScript 5 benutzen?

Jede moderne JavaScript-Engine, egal ob im Browser, in Node.js oder in Windows ist heutzutage kompatibel zu ECMAScript 5. Die unrühmlichen Ausnahmen sind die Internet Explorer der Versionen 8 und älter, doch selbst da ist noch einiges mit ES5 möglich. So manche Funktion lässt sich mit Browser-Bordmitteln nachrüsten und einiges, wie z.B. der Strict Mode, ist komplett abwärtskompatibel.

Eigentlich benutzt also bereits jeder JavaScript-Entwickler ECMAScript 5 – die Frage lautet eigentlich nur, ob auch jeder JavaScript-Entwickler den vollen Funktionsumfang von ES5 kennt und nutzt.